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Für viele auch wichtiger Sozialkontakt
Nachbarschaftshilfe Fraunberg: 575 Einsätze, 1564 Stunden Dienst am Nächsten-Wahlen
Stand: 27.05.2026, 12:00 Uhr
Von: Friedbert Holz

(Nicht abgebildet: Christel Rasthofer)
Die Nachbarschaftshilfe Fraunberg hat 2025 insgesamt 575 Hilfseinsätze verzeichnet. Dabei legten die 43 aktiven Helfer 2450 Kilometer zurück.
Fraunberg – „Wir sind zwar kein Pflegedienst, aber wir können Hilfe vermitteln.“ Und doch ist die Aussage von Rita Sainer, Einsatzleiterin bei der Nachbarschaftshilfe Fraunberg, zu relativieren: So wurde in der Jahreshauptversammlung im Bürgersaal bekannt, dass diese Organisation, vor zwölf Jahren gegründet, 2025 immerhin 575 Hilfseinsätze verzeichnete. Dabei wurden von den Aktiven 1564 Stunden in Diensten am Nächsten geleistet und 2450 Kilometer zurückgelegt
99 Mal, so Vorsitzende Dagmar von Fraunberg, seien Fahrten zu Ärzten, ins Krankenhaus oder zu Reha-Maßnahmen erfolgt, 27 Touren waren für Besorgungen aller Art notwendig, 15 Mal wurden Ganztagsschüler betreut. Neun Einsätze galten Behördengängen, zudem gab’s zehn Kindergartenangebote sowie 74 Einsätze bei den Freizeitgruppen. Außerdem kümmerte sich dieser Verein um ein sogenanntes Demenz-Screening, plant neu ein Projekt Nähkurs. Nur die Flüchtlingshilfe wurde eingestellt, „denn diese Menschen unterstützen sich längst gegenseitig“, so von Fraunberg.
125 Mitglieder gehören mittlerweile der Nachbarschaftshilfe an, von denen 43 als Helfer registriert sind, auch drei neue Mitglieder konnten 2025 gewonnen werden. Auf einer neuen, von Christel Rasthofer gestalteten Homepage präsentiert sich der Verein modern: „Durch diese Eigenleistung haben wir rund 3000 Euro gespart“, freute sich von Fraunberg. Im wöchentlichen Wechsel teilen die drei Einsatzleiter Rita Sainer, Rasthofer und Jürgen Notka die Helfer ein, „die für viele unserer Kunden nicht nur Hilfe anbieten. Sie sind auch wichtige Sozialkontakte für sie.“
Bei den Zusatzangeboten boome vor allem der Zwergerlgarten für Kleinkinder, der im Keller des Pfarrheims Reichenkirchen eine Bleibe gefunden hat. Hier betreuen sechs Frauen zwei Gruppen, wie Sandra Lechner und Christina Hackl berichteten. „Wir haben noch Plätze frei für September“, warben sie, schließlich würden viele Eltern dieses Angebot gerne annehmen, um wenigstens morgens mal drei Stunden für Aktivitäten ohne ihre Kinder zu haben.
Handarbeitsstunden und Mittagstreff
Handarbeitsstunden mit Elvira Stulberger gehören seit langem zum Freizeitangebot der Nachbarschaftshilfe (jeweils am zweiten und vierten Dienstag). Auch der Mittagstreff mit Sieglinde Spannbauer im Pfarrheim Maria Thalheim (jeden zweiten und vierten Mittwoch) erfreut sich steigender Beliebtheit. 2025 wurden immerhin rund 200 Essen gekocht und ausgegeben. Neu ist der Spielenachmittag mit Notka (gleicher Ort, jeden dritten Donnerstag).
Für alle diese Angebote ist Geld notwendig, das der Verein hauptsächlich aus Spenden generiert. So flossen ihm 2025 rund 6800 Euro zu, davon 5000 Euro vom Leserhilfswerk „Licht in die Herzen“. Insgesamt nahm der Verein, wie der scheidende Kassier Thomas Ott referierte, rund 9500 Euro ein, gab gleichzeitig 7800 Euro aus und hat nun rund 17.000 Euro in der Kasse. Bei den Neuwahlen gab’s keine größeren Überraschungen, zuvor wurden Ott, Kassenprüfer Joachim Homann und Gründungsmitglied Anni Gfirtner verabschiedet.
Auch der langjährige Rathauschef Hans Wiesmaier bekam ein Geschenk: selbstgestrickte Socken. „Wir wissen nicht, ob sie passen“, so von Fraunberg, „wahrscheinlich sind sie aber zu klein für die Größe der Spuren, die du hinterlassen hast“. Neben der Information, dass in der Bank am Gemeindezentrum ein Defibrillator montiert werde, gab sie der Hoffnung Ausdruck, dass auch in Zukunft „die Kultur des Helfens in Fraunberg hochgehalten“ werde.
